Schöner Winterwanderweg auf den Haidel

Winterwanderweg Haidel

Aussichtsturm auf dem Gipfel des Haidels

Erst ein schwerer Sturm im Jahr 1925 rückte den Haidel (1167 m) als Aussichtsberg in den Blick der Einheimischen. Der Wind hatte den bis dahin komplett bewaldeten Gipfel kahl gefegt – und plötzlich wurden ungeahnte Fernblicke offenbar.

Um den Blick zu erhalten, wenn die neuen Bäume nachgewachsen sind, wurde ein Aussichtsturm errichtet. Dieser musste im Verlauf der letzten Jahrzehnte schon zweimal erneuert werden; der jüngste Turm ist 35 Meter hoch und wurde im Jahr 1999 eingeweiht.

Von den Talorten Grainet, Haidmühle, Bischofsreut und Herzogsreut führen herrliche Loipen bis kurz unterhalb des Gipfels, und präparierte Wege machen ihn auch für Fußgänger leicht erreichbar. Eine der schönsten Routen führt durch das verlassene Dorf Leopoldsreut. Wegen der kargen Bedingungen auf 1110Metern Höhe verließen die letzten der einst über 160 Einwohner die Siedlung im Jahr 1963; nur die Schule, übrigens die höchstgelegenste Deutschlands, und die Kirche erinnern noch an die Besiedelung. Seit 2010 gibt es auch ein Freiluft-Festspiel des Fördervereins »KuLaMu«, das alle zwei Jahre an Pfingsten die Geschichte des verlassenen Dorfes eindrucksvoll ins Gedächtnis ruft.

Von der Vergangenheit in die Gegenwart: Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wurden im Gemeindegebiet von Haidmühle-Bischofsreut zwei Grenzübergänge für Fußgänger geöffnet: Neuthal (mit Zuganbindung nach Tschechien) und Marchhäuser. Wer von hier aus startet, erlebt einen im besten Wortsinne grenzenlosen Winterwander- und Loipenspaß!

Orte rund um den Haidel

Grainet
Info (600–1167 m): Tourismusbüro, Obere Hauptstr. 21, 94143 Grainet,
Tel. 08585/96 00 30, www.grainet.de
Alpin: 1 Schlepplift (600 m Länge, Flutlicht)
Loipen: 29 km klassisch, 2 km Skating
Winterwanderwege: 28 km
Rodelbahn: nein
Verleih: Ski-, Snowboard- und Langlaufverleih und -schule im Ort
Schneetelefon:Langlaufzentrum im Dreiländereck, Tel. 08556/194 33; Skilift Grainet und Langlaufgebiet Haidel, Tel. 08585/960 00Haidmühle – Bischofsreuth
Info (830–1167 m): Tourist-Info, Schulstr. 39, 94145 Haidmühle, Tel. 08556/194 33, www.haidmuehle.de
Alpin: 2 Schlepplifte (290–330 m Länge, Flutlicht)
Loipen: 82 km klassisch, 2 km Skating
Winterwanderwege: 35 km
Rodelbahn: ja

Anreise zum Haidel
Mit dem Auto: Von München und Regensburg über die A 92 bzw. die A 3 bis zur Ausfahrt Aicha vorm Wald; über den Autobahnzubringer Bayerischer Wald bis zur B 12 nach Hutthurm und weiter Richtung Freyung, in Außernbrünst nach Waldkirchen abbiegen. Von hier nach Grainet (10 km), Haidmühle (23 km) und Bischofsreut (30 km).
Mit der Bahn: Donau-Isar-Express von München oder ICE von Regensburg bis Passau; von dort weiter mit dem Bus.
Karte Winterwandern auf den Haidel: Loipenplan und Wintererlebniskarte »Dreiländereck Bayerischer Wald«, Tel. 08585/96 00 30

DAS RENNEN DER SCHLITTENHUNDE

Winterwanderweg Haidel

Rennen der Schlittenhunde

Großes Gebell gibt es einmal im Jahr in Haidmühle: Immer Ende Februar findet das große Internationale Schlittenhunde-Rennen statt. An zwei Tagen gehen dabei rund 120 Gespanne an den Start. Und die Zuschauer kommen in Scharen, um sich das Spektakel anzuschauen. Termin für 2012 ist der 25./26. Februar (Start: 10 Uhr). Weitere Infos gibt es unter www.sc-haidmuehle.de. Und ein wichtiger Tipp für alle, die den eigenen Vierbeiner mitbringen: Den Hund bitte unbedingt an der Leine halten – nicht, dass er plötzlich die Fährte aufnimmt …

Winterwanderweg auf den Haidel:

Durchs verlassene Dorf zum Aussichtsturm auf den Haidel

Start Parkplatz an der Kirche in Bischofsreuth
Länge 6 km
Gehzeit 2 Std.; 330 Hm
Charakter mittelschwer
Einkehr in Bischofsreuth

Auf dieser Route von der Bischofsreuter Kirche aus führt Sie einer der schönsten Wege auf den Gipfel. Vorbei am ehemaligen Forstamt verläuft die Route zunächst auf einer geräumten Straße bis ins verlassene Dorf Leopoldsreut. Von hier aus wird es etwas steiler, und man wandert auf nun gewalztem Geläuf durchgängig bergauf bis zum Gipfel. Tipp: Wer einen Schlitten mitnimmt, kann auf dem Rückweg im oberen Bereich bis hinab nach Leopoldsreut rasant abfahren – das spart Zeit und macht doppelt Spaß!

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